In Australien gibt es scheinbar nur Extreme – alles ist immer das Größte (z.B. Aquarien, Riffe, Sanddünen, Bäume,…) oder Älteste (z.B. Kirchen, Pubs, Brücken, Häuser, …) wobei scheinbar jede Region diese Prädikate für sich beansprucht. Wir sind aber kaum mehr zu beeindrucken, denn wirklich alte Kultur (von der Aboriginalkultur abgesehen) gibt es aufgrund der späten Besiedlung hier nicht. Die meisten Sachen haben wir irgendwo bereits zumindest genauso schön oder groß gesehen (naja, wenn man nichts hat muss man sich eben etwas schaffen – so etwas nennt sich dann Tourismus). Mit dem Wetter verhält es sich ähnlich, entweder superschön oder unglaublich grauslich. Seit fast einer Woche ist es nun schon traumhaft schön, kaum ein Wölkchen trübt den Himmel (und da heißt es immer meckern bringt nichts!).
So genießen wir die Strände und Klippen zwischen Port Macquarie, Foster bis nach Port Stephens wo wir schließlich in die berühmte Weinregion Hunter Valley, etwas ins Landesinnere, abbiegen. Aus Europa und dem Rest der Welt sind wir gewohnt in Weinregionen unzählige Weinreben und so weit das Auge reicht Weinberge zu sehen.
Nicht so in Australien, denn die einzelnen Regionen sind eigentlich sehr klein. Wir waren bereits in der Barossa Gegend, in Queensland`s South Burnett und jetzt hier. Es gibt zwar unzählige Weinkellereien, aber irgendwie fehlt hier immer die Grundzutat – es gibt keine Weinstöcke. Entweder sie verstecken sie sehr gut, importiert ihre Trauben oder panschen den Wein auf der Kellerstiege – dass haben wir noch nicht herausgefunden.
Eigentlich wollten wir noch länger in dieser landschaftlich schönen Gegend bleiben, aber in Cessnock wird unsere Aufmerksamkeit auf einen Anschlag für ein Rodeo, welches heute in Morisset stattfindet gelenkt und schon flitzen wir dort hin. Zwar total eingestaubt, aber begeistert folgen wir dem Barrelrace (Geschicklichkeit-Parcours um leere Fässer) der Cowgirls ebenso wie dem Reiten der Cowboys auf wilden Pferden und Bullen.
Es bleibt einem fast der Atem stehen wenn so ein riesiger Bulle seinen “ Reiter“ abwirft und dann auf ihn losgeht, aber auch die Pferde sind kaum wieder einzufangen, wenn sie erstmal ihren ungeliebten Ballast abgeworfen haben. Am Abend haben wir sogar mal wieder das Tanzbein schwingen können, denn eine gar nicht so schlechte Countryband hat aufgespielt (sehr zur Ver- und Bewunderung der Australier,
denn die können so gar nicht tanzen). Alles in allem war es ein ganz toller Tag!
sytaurus hat am März 17th, 2013 07:22 geantwortet:
bei euch wird es Frühjahr und bei uns Herbst – es färben sich langsam die Blätter und es wird merkbar kühler in der Nacht. Esst genug Vitamine gegen die bösen Grippeviren!!